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Rasse: Mischling
Geschlecht: Männlich kastriert
Alter: 20.04.2016

Hallo, ich bin Foltos. Ich lebe seit letztem August hier im Tierheim, ursprünglich komme ich aus Rumänien. Man vermutet, dass ich auf der Strasse lebte, aber niemand kann es genau sagen. Dies würde aber mein Verhaltensmuster erklären. Die ersten 2 Monate liess ich mich überhaupt nicht anfassen. Ich war froh, wenn ich von der Box aus ohne viel Menschenkontakt auf die eingezäunte Wiese raus konnte. Meine Pflegerin legte sich jeden Abend zu und in die Box, sie wollte sich möglichst klein machen, damit ich nicht so fest Angst zu haben brauchte. Ich konnte nach langer Zeit immer ein kleines bisschen mehr Vertrauen aufbauen. Seit Dezember kam ich sogar von mir aus auf sie zu, roch vorsichtig an ihr und liess mich dann sogar anfassen. Jeden Tag kam ich mehr und mittlerweile lasse ich mich sehr gerne von ihr streicheln, ich kann es sogar geniessen und entspanne mich. Aber wenn ein unerwartetes Geräusch auftritt, renne ich schnell weg und verkrieche mich in meine sichere Ecke, komme aber recht schnell wieder hervor. Eines Tages kamen Leute, welche mich adoptieren wollten. Nach ein paar Mal kennenlernen nahmen sie mich dann mit. Ich fasste relativ schnell Vertrauen zu dem Mann, weil dieser den ganzen Tag Zuhause war. Die Frau ging ganztags arbeiten, mochte diese aber genauso sehr. Aber an der Leine laufen konnte ich überhaupt nicht. Also liessen sie mich immer ohne Leine in den Garten, dort verkroch ich mich im Gebüsch und hatte einfach nur Panik. Sobald ich wieder im Haus war, ging es einigermassen, aber eher schlecht als recht. Ich wollte immer flüchten, suchte mir irgendwelche Löcher um auszubrechen und fiel in mein altes Muster zurück, jeden Tag. Aber sobald die Nacht eintritt, war ich ein richtiger Schmuser. Ich schlief im Bett und lag dem Mann sogar in die Arme. das war einfach nur schön, denn ich kannte das Gefühl von so viel Nähe überhaupt nicht und es war einfach nur wunderschön. Aber dann wurde es wieder hell, es wurde Tag und ich fiel wieder in Panik und wollte nur flüchten. Dies brauchte einfach mehr Zeit. Meine Pflegerinnen und ich sind überzeugt, dass man dies hingebracht hätte. Jedoch kam dann ein neues Problem hinzu. Wenn meine Besitzerin von der Arbeit nach Hause kam, wollte ich vom meinem Besitzer nichts mehr wissen und verbannte ihn schlichtweg aus dem Schlafzimmer. Ich verteidigte meine Besitzerin so sehr, dass mein Besitzer gar nicht mehr in meine Nähe kommen durfte, ich wollte sie nicht teilen. ich knurrte ihn an und zeigte ihm ganz deutlich, ich will das nicht mehr, er sollte weg (im Allgemeinen habe ich Mühe mit Männer, Frauen sind mir sympathischer denn von Männern wurde ich eingefangen) Da das aber nicht so einfach ist, mussten sie mich schweren Herzens wieder ins Tierheim zurückbringen. Für mich gar nicht so schlimm. Denn mein bester Freund Snowball war ja noch da. Ich darf die Box wieder mit ihm teilen und die Freude war riesig. Ich schleckte ihm das ganze Gesicht ab. Ach, wie schön, dass er auf mich gewartet hat. Meine Pflegerinnen empfingen mich mit offenen Armen und das Training konnte weitergehen. Wir lernten, das Brustgeschirr anzuziehen. Anfangs war es die Hölle für mich, jetzt einfach nur pure Freude. Dann gings mal raus on Tour. Hilfe, so viele neue Sachen. Ich war froh, durfte Snowball immer dabei sein. Er kann mir die Sicherheit geben, die ich brauche. Nach 15 Minuten spazieren war ich Nudelfertig, so viele Eindrücke. Nun machen wir das täglich, teilweise sogar die ganz grosse Runde durch den Wald, 1 Stunde zügig laufen, überall schnuppern, einfach genial, was die Welt so zu bieten hat. Snowball ist auch da mit dabei. Als die Spaziergänge für mich selbstverständlich und entspannt wurden, ging ich mit meiner Pflegerin alleine, ohne Snowball. Anfangs etwas ungewohnt, aber ich meisterte das Prima, auch das klappt mittlerweile super. Nun sind wir schon so weit, dass ich vor Freude Räder schlage und jaule, wenn sie mit dem Brustgeschirr und der Schleppleine kommt. Juhuu, wir gehen wieder raus, spazieren. Jedoch reicht bei mir eine kleine Kleinigkeit und für mich bricht wieder die Welt zusammen. Das kann zum Beispiel ein Gegenstand sein, welche immer gleich stand, kein Problem, aber wenn er dann anders steht oder liegt brauche ich gaaaanz lange, bis ich daran vorbei gehen kann. Oder ein Taschentuch auf dem Boden, welches vorher nie da lag. Hilfe, da muss ich ganz genau aufpassen und brauche wieder Überwindung. Ich werde ganz sicher nicht ein Hund werden, den man immer und überallhin mitnehmen kann, denn das will ich auch gar nicht. Ein Leben ganz ohne Angst zu führen, wird sicher ein langer, steiniger Weg. Mit der richtigen Person an meiner Seite, welche mir Sicherheit gibt und kein Druck auf mich ausübt und zu viel von mir verlangt, kann ich das aber schaffen, denn mit meiner Bezugsperson im Tierheim kann ich das ja schon ganz gut. Ich brauche ein Plätzli bei einer Einzelperson, da ich, wie bereits erwähnt, meine Bezugsperson anfange zu verteidigen. Ich könnte aber sicher zu einem souveränen Zweithund platziert werden, oder noch schöner, zusammen mit Snowball, der was Verteidigen betrifft genau gleich tickt wie ich. Also ein Häuschen auf dem Land, mit grossem, eingezäunten Garten, bei einer allein stehenden Person wäre perfekt für mich. Aber das wird sehr schwer zu finden sein. Also werden wir wohl oder übel ein paar Abstriche machen müssen. Am besten, rufst du mal im Tierheim an und verlangst Lisa Schmälzle, sie übt täglich mit mir und kennt mich gut. Sie kann dir dann weitere Auskünfte geben. Und falls sie nicht da ist, könnt ihr auch Michelle Sutter fragen, unsere Hunde-verantwortliche. Wenn dich das alles hier nicht abgeschreckt hat, dann melde dich doch, ich würde mich freuen. Aber bitte komm nur mit einem Termin vorbei um mich zu besuchen, dass ich nicht ausser Haus bin.

Euer Foltos

Foltos mit seinem besten Freund Snowball

Foltos liebt es, durchs hohe Gras zu rennen.